Amazon Betrüger

Phishing-Betrüger versenden derzeit massenhaft E-Mails an Kunden des Online-Händlers Amazon. Ziel der Online-Kriminellen ist es, die Daten für den Amazon-Zugang und sämtliche Bank- und Kreditkartendaten abzugreifen. Die Mail und auch die Phishing-Seite sind sehr gut gemacht und erst auf den zweiten Blick zu durchschauen.

Derzeit erhalten viele Amazon-Kunden eine Mail, die auf den ersten Blick von Amazon kommt. Darin wird die Sperrung des Amazon-Kontos wegen eines angeblichen Fremdzugriffes aus dem Ausland gemeldet. Dann informiert die Mail: "Sie können Ihren Account wieder Aktivieren dazu ist eine kurze Verifizierung Ihrer Daten erforderlich. Hierfür ist lediglich eine Verifizierung unter:

 

http://amazon.sperrung.info Nötig, um Ihren Amazon - Account zu reaktivieren und dauerhaft Freizuschalten."

 

Angreifer fragen alle Daten ab

Auf der sehr gut gemachten Phishing-Seite werden ausnahmslos alle sensiblen Daten abgefragt. (Quelle: t-online.de) Auf der sehr gut gemachten Phishing-Seite werden ausnahmslos alle sensiblen Daten abgefragt. (Quelle: t-online.de)Auf der verlinkten Internetseite werden dann ausnahmslos alle sensiblen Daten abgefragt. Das beginnt bei den Zugangsdaten für das Amazon-Konto, geht über Informationen zum Bankkonto und endet mit Kreditkarten-Daten inklusive Sicherheitscode und Ablaufdatum. Wer auf den Trick herein fällt riskiert nicht nur, dass die Täter das Amazon-Konto übernehmen. Sie können mit den Kreditkartendaten auch im Internet Einkäufe tätigen oder die Bankkontodaten für Abbuchungsaufträge einsetzen.


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Rechtschreibfehler wecken ersten Verdacht

Wer die Mail genau liest, stellt fest, dass der Verfasser deutliche Schwierigkeiten mit der Groß- und Kleinschreibung hatte. Das sollte den ersten Verdacht wecken. Spätestens die Tatsache, dass in einem einzigen Webformular alle vertraulichen Daten abgefragt werden, muss die Alarmglocken schrillen lassen. Amazon aber auch andere Online-Shops und Dienstleister würden genau das niemals tun. Die verlinkte Internet-Adresse amazon.sperrung.info ist über einen anonymisierten Provider in Jacksonville im US-Bundesstaat Florida registriert. Solche Internet-Dienstleister ermöglichen es, dass jemand eine Internetadresse bekommen kann, ohne seinen Namen und seine Adresse öffentlich zu zeigen.

 

So schützen Sie sich

Sie sollten grundsätzlich vorsichtig sein, wenn Sie unaufgefordert E-Mails von Unternehmen oder Institutionen bekommen. Die meisten Unternehmen versenden grundsätzlich keine Mails an einzelne Kunden, wenn es zuvor keinen direkten Kontakt zum betreffenden Kunden gab – ausnehmend sind regelmäßig erscheinende Mails wie Newsletter, die in der Regel ausdrücklich gewünscht sind.

Steht solch eine unaufgeforderte Mail in Zusammenhang mit der Aufforderung, sensible Daten zu übermitteln, kann meist von einem Betrugsversuch ausgegangen werden. In diesem Fall ist es relativ offensichtlich – ein Versandhändler wird kaum den Kundenzugang willkürlich sperren und ihn erst nach Übermittlung von Bankdaten wieder freigeben. Beantworten Sie derartige Mails nicht, sondern löschen Sie sie. Mit einer Antwort bestätigen Sie die Echtheit Ihrer Mailadresse und werden künftig umso mehr unerwünschte Mails (Spam)erhalten. 

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© Joachim Fischer
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